Brief an mein Land III

Brief an mein Land III

und die Frage der Haltung

Mein liebes Land. Es ist schon einige Zeit her, dass ich dir schrieb. Vor sieben Jahren klagte ich dir zuletzt mein Leid, dass wir mehr Energie aufwenden, Linke zu kriminalisieren statt die wahren Feinde unserer Demokratie zu bekämpfen. Schon 2011 schrieb ich, dass man scheinbar auf dem rechten Auge blind sei. Doch es ist nicht besser geworden! Ganz im Gegenteil! Es ist sogar noch schlimmer. Weiterlesen

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Worship him not You!

Worship him not You!

Für mich ist Worship, also Lobpreis im Gottesdienst enorm wichtig. Am liebsten laut und „rockig“. Ich kann dabei stehen oder sitzen, meine Hände heben, oder in die Hosentasche stecken, oder mit klatschen.

Das gefällt natürlich nicht jedem.

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Von gescheiterter Integration und Integrationsverweigerern

Von gescheiterter Integration und Integrationsverweigerern

von Thomas Salomo

Wenn wir heute von Integration sprechen, dann immer als politische Forderung an Migranten, die nach Deutschland kommen. Die vor Krieg, Vertreibung, Hunger und Perspektivlosigkeit fliehen und sich in Deutschland eine Zukunft aufbauen möchten.

Bezogen auf das soziale Zusammenleben bedeutet Integration, dass kulturell und anderweitig verschiedene Personen einer Gesellschaft gleichberechtigt zusammenleben und gesellschaftliche Werte und gemeinsame Normen anerkennen. Wenn wir also Integration als Forderung aufstellen, dann wollen wir, dass Migranten unsere Sprache beherrschen und ihren Lebensunterhalt selbst verdienen, ohne staatliche Unterstützung in Form von Arbeitslosenhilfe, HartzIV oder Sozialhilfe in Anspruch zu nehmen. Migranten sollen sich am gesellschaftlichen und politischen Leben beteiligen, nicht kriminell sein und Demokratie annehmen und leben, vor allem aber selbständig, eigenverantwortlich und unabhängig leben; so lautet die allgemeine Wunschvorstellung.

16,4 Millionen DDR Bürger

Also 1989 die nach der friedlichen Revolution in der DDR die Mauer fiel, war der Weg bereitet zur lang ersehnten Wiedervereinigung beider deutscher Staaten. Doch nach Jubel und Vorfreude auf die neue Freiheit trat schnell Resignation ein. Denn für viele der 16,4 Millionen* ehemaligen DDR Bürger brachte die Wende gravierende Veränderung mit sich. Die Wirtschaft der DDR war technologisch nicht nur 20 Jahre zurück, vielmehr teilweise völlig marode und heruntergewirtschaftet. So wurden im Zuge der Wiedervereinigung von der Treuhand 4000 Volkseigene Betriebe sofort geschlossen*, viele andere folgten später, 2,5 Mio* Menschen waren arbeitslos. Zwischenzeitlich ware in den neuen Bundesländern jeder Fünfte ohne Arbeit. In den Jahren danach war die Arbeitslosenquote immer doppelt so hoch wie im Westen ( West 6%, Ost 12%). Auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Osten doppelt so hoch wie im Westen. Jeder fünfte Arbeitslose im Osten ist heute noch langzeitarbeitslos. Gerade die 45-65* jährigen sind am stärksten betroffen. Viele von ihnen sehnen sich zurück nach dem Staat, der sie umsorgt, der ihn alles vorgibt. Der Versorger, der ihnen auch die Verantwortung abnimmt.

Früher war alles besser

Die Bundesrepublik und die Europäische Union haben seit der Wiedervereinigung viel Geld investiert. Es war wohl eines der größten Wiederaufbauprogramme seit dem Marshallplan der fünfziger Jahre. Seit 1990 sind so etwa 2 Billion Euro in die neuen Länder geflossen. Davon jährlich 100 Millionen in Sozialleistungen und in den “Aufbau Ost“ für Wirtschafts- und Infrastruktur insgesamt 300 Milliarden Euro*.

Die Wende brachte für sehr viele Menschen teils harte Brüche in Ihren Biografien mit sich. Musste man sich noch in der DDR kaum Sorgen um den Arbeitsplatz machen, war das nach der Wende anders. Um vieles, was vorher vom Staat organisiert wurde, musste man sich nun selber kümmern. Doch nicht immer gelang das. Viele machten die Erfahrung, dass der Staat nicht immer gerecht ist; er dient nicht mehr als Versorger oder Organisator, nicht mehr als Stifter für Gemeinsamkeitsmerkmale.

So sehnen sich Viele nach den “guten alten Zeiten” zurück, nach dem Motto: “Früher war alles Besser” oder “nicht Alles in der DDR war schlecht”. Man kann aber auch gerade in Sachsen ein deutliche Überhöhung der eigenen Bevölkerungsgruppe beobachten: “Wir Sachsen”, “Wir Ossis”, oder “Wir Deutschen”. Auf der Suche nach neuen Vorbildern und Gemeinsamkeitsmerkmalen wollen die Menschen wieder ein “Teil von etwas“ sein und sich abgrenzen. Dadurch lässt sich im Ansatz auch das fremdenfeindliche Phänomen “Pegida“ aus Dresden erklären. Seit mehreren Jahren treffen sich Montags in Dresden ca 1000-2000 Bürger, zum Großteil Männer zw. 55 und 70 Jahren. Unter dem einstigen Motto des Wendeherbstes -und nun für ihre Zwecke missbrauchten Slogan- “Wir sind das Volk!”.

Häufig sehen sich die Demonstranten, die da gegen die vermeintliche Islamisierung oder Zuwanderung demonstrieren, selbst als Wendeverlierer, als Abgehängte.

Abgehängte und Politikverdrossen

Während 1989 für demokratische Grundwerte, z.B. Meinungs und Pressefreiheit, demonstriert wurde, stehen heute im Osten Viele dem kritisch bis ablehnend gegenüber.

So fühlen sich ca. 17% “Abgehängt” und bezeichnen sich als “Politikverdrossen“. Diese Gruppe sind politisch und wirtschaftlich unzufriedene und resignierende Menschen mit großen Zukunftssorgen und Angst vor Veränderung. Sie sehen Zuwanderung als Rückschritt zu ihrem Nachteil. Öffentliche Medien sehen sie als “von oben“ gesteuert an. Fordern aber eher “mehr Staat” statt weniger. Nur ein Drittel findet, dass die Demokratie gut funktioniert. Auch der Wunsch nach starken Führungspersönlichkeiten ist sehr ausgeprägt.

Fast drei Viertel findet, dass Wahlen keine Veränderung bewirken. Das zeigt sich bei den Bundestagswahlen. Die Wahlbeteiligung in den alten Bundesländern liegt durchschnittlich bei 72%* , das aber halbwegs konstant.

Aber im Osten geht sie immer weiter zurück. Während es bei der letzten Volkskammerwahl 1989 noch 93,4% wählen gingen, sank danach die Beteiligung kontinuierlich z.B. 1990: 74%, 2002: 72% und 2009: 64%*. Bei der letzten Bundestagswahl war die Wahlbeteiligung zwar generell um 5 bis 8% höher, aber im Osten bis zu 17% niedriger als in Teilen des Westens.

Skepsis und Ablehnung

Während in der DDR die “Politische Bildung“ -beginnend in den Schulen, während Ausbildung, Studium oder Beruf- allgegenwärtig war, hatte man es nach der Wende versäumt, dort anzusetzen, um Demokratie zu fördern. Man ging davon aus, dass Demokratie selbsterklärend sei. Statt politische Bildung in Schulen zu stärken, hatte man diese stark zurückgefahren und auf ein Minimum beschränkt. Wobei an Gymnasien Themen wie z.B. “Demokratie und gesellschaftliche Werte“ mehr behandelt werden als an Haupt- oder Realschulen.

Nach der Wiedervereinigung hätte man mehr Politische Bildung fördern müssen. Auch die Schaffung von mehr Bürgerbeteiligung hatte man verpasst. So kommt es, dass im Osten 68% sagen: “Politiker sollten ihre Politik besser erklären”. 79% stimmen der Aussage zu

“Über meine Zukunft mache ich mir Sorgen”. Man hat es schlicht versäumt, für mehr selbständiges, eigenverantwortliches Leben zu werben. Weg von: “der Staat muss mir helfen”, hin zu mehr Eigeninitiative und “Jeder ist seines Glückes Schmied”. Auch das Werben für kulturelle Vielfalt kam zu kurz. Denn durch die starke Abschottung und die sozialistische Ideologie konnte nie eine Offenheit für Fremde gelebt werden. So konnte sich eine schon fast historische, manifestierte Fremdenfeindlichkeit festsetzen, die von Skepsis über offene Ablehnung bis hin zu fremdenfeindlichen Straftaten reicht. Auch beim Rechtsextremismus und politisch motivierten rechten Straftaten zeichnet sich ein klarer Ost-West-Unterschied ab. Bei den statistischen Vergleichen belegen alle Ost-Bundesländer die ersten fünf Plätze, mit Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen auf den ersten beiden Plätzen.

Fazit

Wenn man den selben Maßstab, mit dem wir heute Ausländer beurteilen, an die Menschen im Osten legt, muss man ganz klar von zum Teil gescheiterter Integration und Integrationsverweigerung sprechen.

Der Bund und die EU haben Milliarden in Wirtschafts- und Infrastrukturförderung investiert. Die Arbeitslosigkeit ist immer hoch, auch die Zahl der HarzIV-Empfänger, Langzeitarbeitslosen und Sozialleistungsbezieher. Die Zahl der Straftaten, gerade im Bereich Fremdenfeindlichkeit, ist höher als im Westen. Viele wollen lieber unter sich bleiben und Fremden gegenüber ist man oft ablehnend. Nur etwas mehr als die Hälfte geht wählen. Etwas mehr als fünfzig Prozent findet Demokratie gut. Doch genau das, was man heute von Migranten und Asylsuchenden lautstark einfordert, können die Menschen im Osten selber nicht vorweisen.

*Quellen: Bundesausländerbeauftragte, Bundesamt für Arbeit, Bundesinnenministerium, Statistisches Bundesamt, Kartografi der politischen Landschaft in Deutschland, Friedrich-Ebert Stiftung, “Sinkende Wahlbeteiligung in Deutschland, Ursachen und Lösungsvorschläge- Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages” 2016( WD1-3000-008/12), Bundeszentrale für politische Bildung, Wikipedia, Statista.

Jung Cool Jesus

Jung Cool Jesus
Ein Besuch auf der ICF Conference in Zürich.

(Dresden/Zürich)Einmal im Jahr zu Himmelfahrt, treffen sich ca 3000 zum Großteil junge Menschen in Zürich zur ICF Conference. ICF steht für Internationale Christian Followship, eine Freikirche mit über 60 Standorten in Europa. Das ICF Zürich ist die Zentrale, der Erste ihrer unzähligen Standorte, ihre Basis für ihr Movement. Da trifft man sich zur Conference. Insgesamt halfen 650 Freiwillige so genannte Volunteers. Neben den Predigern und Profilmusiker sind sie eine wichtige Säule der ICF Conference. Vieles ist hochprofessionell, basiert aber zum Großteil auf Ehrenamtlickeit. Da sie mithelfen zahlen für dieses Event etwas weniger.

Videos, Show und Performance

Die Conference beginnt mit Anbetungsliedern im Stile eines Rock Konzertes mit Videos und Lichtshow. Auf zwei Leinwänden werden live Bilder von fünf Kameras übertragen. Peppige Videos und moderne Tanzeinlagen, welche das Bild von Einfacheit und Lässigkeit verbreiten sollen. Man ist jung, cool und glaubt an Jesus. Zwischen den einzelnen Predigern, die unter anderen aus England und Australien kamen, gab es Live Musik und nicht selten strecken Zuschauer ihre Arme in die Luft, um ihre Anbetung Nachdruck zu verleihen.

Schmerz und Wachstum

Wer bei dieser Conference einfache Botschaften für das eigene gute Gefühl erwartet hatte, wurde enttäuscht. Brain Houston Gründer Hillsong sprach von Brüchen im Leben, so könne aus Enttäuschungen und Schmerzen neuer persönlicher Wachstum im Glauben entstehen. Immer wieder stand die persönliche Beziehung und die Kraft von Jesus für Veränderung die von ihm kommt, im Focus. Only Jesus, wie das Motto der diesjährigen Conference war.
Auch ließen es sich die Gründer des ICF Leo (50) und Susanna (48) Bigger nicht nehmem selbst zu predigen. Auch wenn es keiner zugeben möchte, sie sind die Stars, der Hauptakt jeder Conference. Leo Bigger (50) wirkt nicht nur durch seine Lederjacke Jung und Frisch. Er ließ auch den ein oder anderen Spaß auf seine Kosten über sich ergehen und nahm sich selbst oft nicht so ernst. Da spürt man, warum er die Leitfigur und Sympathieträger des ICF ist. Er ist einer von Ihnen. Letztendlich ist die ICF Conference eine großes Familientreffen. Für viele ist es das Highlight des Jahres. Man trifft Gleichgesinnte und viele Pastoren, die man sonst nur aus Podcasts kennt. Neben dem zum Teil sehr geballten geistigen Inputs, gab es viel live Anbetungsmusik. Die ICF Conference ist eine große Show mit geistigen Tiefgang, eindrucksvoll, bewegend und mitreißend. Auch im nächsten Jahr wird es wieder eine ICF Conferences geben, unter dem Motto:“ fearless/furchtlos“ ( Th.S.)

Kreuz=Freiheit

Kreuz=Freiheit

Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir.

(Matthäus 16:24 DELUT)

Was für starke Worte die Jesus zu seinen Jüngern sagte. Wie mir, ging es bestimmt auch seinen Jüngern, mich haben diese Worte erst einmal erschlagen. Was heisst, verleugne sich selbst? Nehme sein Kreuz auf sich und ihm nachfolgen?

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Lass dich Herausfordern

Lass dich Herausfordern

Im Matthäus 5:13‭-‬14 sagt Jesus zu seinen Jüngern:

13 Ihr seid das Salz der Erde; wenn aber das Salz kraftlos geworden ist, womit soll es gesalzen werden? Es taugt zu nichts mehr, als hinausgeworfen und von den Menschen zertreten zu werden.

14 Ihr seid das Licht der Welt; eine Stadt, die oben auf einem Berge liegt, kann nicht verborgen sein.

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